Tanja Lindner

 

Liebe auf den ersten Blick: Meine Reise mit Antwerpener Bartzwergen – vom Küken zum Zuchtprojekt

 

Ich halte seit sieben Jahren Hühner. Angefangen hat alles, als sich meine damals achtjährige Tochter in der Schule mit dem Thema beschäftigte und plötzlich Feuer und Flamme für eigene Hühner war. Und ehe ich mich versah, hatte ihre Begeisterung auch mich angesteckt. Unsere erste kleine Runde bestand aus 2 Blumenhühnern, 1 Marans Henne, 1 Zwerg Niederrheiner Henne und 1 Zwerg Welsumer Henne. Zwischendrin kam ein großer Marans Hahn als „Leihhahn“ dazu und wir durften kurz darauf unsere ersten Mix-Küken begrüßen. Da wir die Hühner im eigenen Garten halten, ist es vernünftiger, bei Zwerghühnern zu bleiben, da diese den Rasen nicht so stark beanspruchen, im Gegensatz zu großen Hühnerrassen. Und weil für mich zu einem echten Dorfleben einfach ein Hahn dazugehört – und ich das bunte Miteinander mit einem kleinen Chef im Garten liebe, der Nachbar eher weniger – machte ich mich auf die Suche nach einer kleineren Zwerghuhnrasse, deren Hahn nicht gleich das ganze Viertel unterhält. 😉😄

 

Durch einen glücklichen Zufall zogen im Frühjahr 2024 drei zuckersüße Antwerpener Bartzwerg Eintagsküken bei mir ein – im zauberhaften Farbschlag perlgrau silberwachtelfarbig. Diese drei kleinen „Pausbäckchen“ (ein Hahn und zwei Hennen) waren für mich wirklich: Liebe auf den ersten Blick! Dass sie zudem so unglaublich zutraulich wurden, war dann noch das i-Tüpfelchen! Dass es „waschechte Kuschelhühner“ gibt, war mir zuvor nicht bekannt. Noch im selben Jahr trat ich dem ortsansässigen Geflügelzuchtverein Illertissen 1891 e.V. bei, um noch mehr über Hühner, Geflügel und Zucht zu lernen.

 

Schnell merkte ich, dass mein Interesse an der Zucht wächst und ich künftig mit den liebenswerten Bartzwergen dieses Farbschlags weiterzüchten möchte. Da stand ich da – mit meinen drei Antwerpis – denn farbreine Antwerpener Bartzwerge im Farbschlag perlgrau silberwachtelfarbig sind äußerst selten zu finden. Dass dieser Farbschlag so rar ist, wusste ich anfangs nicht. Mein Plan ist es daher, dies zu ändern. Auf der Suche nach neuen Zuchttieren, stieß ich auf einige sehr hilfsbereite Mitglieder des Sondervereins der Belgischen Bartzwerge. Ein herzlicher Dank geht an Carola Centmayer, die mir über Monate hinweg mit ihrem breitgefächerten Fachwissen stets freundlich und hilfsbereit zur Seite gestanden ist und mich immer motiviert hat. Da war für mich klar: Zum Jahresbeginn 2026 trete ich dem Sonderverein der Belgischen Bartzwerge bei!

 

Nach einem Jahr Planungsphase, begannen wir im Mai 2025 mit dem Bau eines smarten Zuchtstalls mit Voliere, für zwei Hühnerstämme. Eine Großzüchterin kann ich niemals werden. Denn schon allein aus Platzgründen ist mir dies leider nicht möglich. Der begrenzte Raum lehrt mich, alles „klein - aber fein“ zu hegen und zu pflegen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren – denn weniger ist für mich MEHR. Ein großer Vorteil gegenüber einer vom Haus entfernten Zuchtanlage ist, dass meine Tiere direkt bei mir im Garten leben. So bin ich ständig in ihrer Nähe, kann viel intensiver mit ihnen in Kontakt bleiben und im Fall der Fälle sofort reagieren.

 

Meine Herausforderung besteht darin, diesen seltenen und anerkannten Farbschlag in Deutschland beliebter zu machen und ihn – trotz meiner begrenzten Möglichkeiten – dauerhaft zu erhalten.

 

Die große Kunst wird sein, mit einer kleinen, sorgfältig ausgewählten Nachzucht dennoch freundliche, robuste, typvolle und wirklich schicke Tiere hervorzubringen.

 

Übrigens teile ich seit August 2023 mein Hühnerglück auf einem eigenen YouTube Kanal, wo ihr gern vorbeischauen dürft, um mehr über meine Hühner und mich zu erfahren: 

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Mein erfolgreichstes Video:

 

Mit diesen 30 Ideen Hühnerstall optimieren oder den optimalen Hühnerstall selber bauen“

 

 

 

Und seit Anfang 2025 findet ihr mich auch auf Instagram (Profilname: tanjas.bartzwergla) :

 

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